Ein guter Maschinenpark und eine gute Ausstattung braucht es um präzise arbeiten zu können.

Bei den Drehbänken habe ich zunächst auf kostengünstige Maschinen zurück gegriffen; diese habe ich dann aber überarbeitet und präzise eingestellt. Somit sind auch mit günstigen Maschinen gute Ergebnisse möglich. Um Maschinen überarbeiten und präzise einstellen zu können sollte man gelernter Werkzeugmechaniker sein und das notwendige Werkzeug besitzen. Laien rate ich davon dringend ab.

Wer richtig gute Maschinen und Werkzeug will sollte sich nach folgendem umschauen:

Drehbank => Fa. Weiler

Fräsmaschine => Fa. Kunzmann; Fa. Deckel; Fa. Maho ( heute DMG Mori AG )

Werkzeuge => Fa. Hommel Hercules ; Fa. Hahn & Kolb, Fa. Würth

Stand / Tischbohrmaschine => Fa. Flott

alles andere macht nur bedingt Sinn

Maschinen und Werkzeug ist richtig teuer. Billiges Werkzeug taucht meist nichts. Gerade Meßwerkzeuge sind nie billig.

Bei Spannzangen / Wechselspannzangen ( futter ) darauf achten das die Rundlaufgenauigkeit angegeben ist z.B. vom Außenkegel zur Innenaufnahme. Bei gutem Werkzeug liegt diese

unter 0,01mm

Woran erkenne ich eine gute Maschine?

- geschliffene Führungsbahnen

- eingeschabte Führungsbahnen

- Einstellkeile der Führungen sind aus Messing oder Bronze

- für eine neue Maschine muss man einen 5-stelligen Betrag ansetzen; nach oben offene Grenze; hier kann man auch nach guten Gebrauchten schauen

- Fräsmaschinen mit SK 40 Aufnahme sind gut; Maschinen mit MK2 Aufnahme sind schwieriger da MK2 Kegel sich gerne festziehen und man sie dann schlecht lösen kann

Tipp: festsitzende MK2 Kegel ( Morsekegel ) lassen sich durch Drehbewegung lösen; festsitzende Spannzangen löst man in dem man von hinten drauf 

          haut

          ich habe meine MK2 Kegel z.T. mit der Diamantscheibe bearbeitet ( wie beim Einschaben von Führungsbahnen ) somit zieht sich der Kegel nicht         

          mehr zu fest

Bei gefrästen Maschinentischen oder gefrästen Führungsbahnen ist immer Vorsicht geboten. Prüfprotokolle kritisch betrachten gerade bei günstigen Maschinen. Es gibt für gute Werkzeugmaschinen DIN Normen die die Genauigkeit der Maschine festlegen; z.B. die DIN Norm 8605

Maschinenprüfung: Mit einem Haarlineal, einem Haarwinkel, Lupe, Meßuhr, Bügelmeßschraube, Schieblehre, seinen Augen, Ohren und Verstand lassen sich viele Fehler finden.

Vorsicht auf Messen und in Verkaufsräumen. Hier ist immer alles Top! Zu schön um wahr zu sein.

Wichtig ist, dass man vor dem Kauf klärt welches Material man bearbeiten möchte. Bei der Stahlbearbeitung treten andere Kräfte auf als wenn ich Aluminium bearbeite. Dementsprechend sollte das Gewicht und die Standfestigkeit der Maschine sein.

Wer sich beim Kauf nicht sicher ist, sollte jemanden fragen der sich auskennt. Die Enttäuschung kann schnell sehr groß sein.

Eine Regel: Gute Arbeit braucht Zeit und gute Entscheidungen brauchen auch Zeit.

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